direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Herzlich Willkommen beim Verein zur Fortbildung im Krankenhauswesen e. V. Berlin

55. Berliner Krankenhaus-Seminar

Liebe Freunde und Gäste des Berliner Krankenhaus-Seminars,

gemeinsam mit den Mitgliedern der vorbereitenden Arbeitsgruppe freuen wir uns, Ihnen das aktuelle Programm mit dem zentralen Thema des Semesters

Gesundheitsversorgung im Umbruch

überreichen zu dürfen. In diesem Semester wollen wir uns mit allen Facetten der aktuellen Veränderungen in der Berliner und bundesdeutschen Medizinversorgung beschäftigen. Schlag auf Schlag gab es in der 18. Legislatur so viele gesetzliche Veränderungen in der Gesundheitsversorgung wie noch nie zuvor: Krankenhausstrukturgesetz-KHSG, Transplantationsregistergesetz-TxRegG, Pflegestärkungsgesetze-PSG I, II und III, Pflegeberufereformgesetz-PflBRefG, E-Health-Gesetz, Hospiz- und Palliativgesetz, Präventionsgesetz -PrävG, GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz-GKV-FQWG, 13. und 14. SGB V-ÄndG, Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters. Die vielen Gesetze und Verordnungen greifen zum Teil ineinander über oder ergänzen sich.

Und in Berlin haben die gerade beendeten Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus neue politische Kräfteverhältnisse in der Stadt geschaffen, die gerade erst ausgefüllt und umgesetzt werden.

Wir greifen in unserer Auftaktveranstaltung zunächst einmal das Thema der möglichen oder zu erwartenden Neuausrichtung der Berliner Landes- Gesundheitspolitik; Vertreter der Koalitionäre, die voraussichtlich diese Politik in den nächsten Jahren bestimmen, werden ihre programmatischen Positionen und Ansichten erläutern und mit uns diskutieren.

Und gerade noch vor den Berliner Wahlen wurde beschlossen, was lange undenkbar schien: landeseigene Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Herzzentrum Berlin – Stiftung des bürgerlichen Rechts (DHZB) werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Beide Institutionen bündeln ihre Expertise im Bereich der Herzmedizin als „Universitäres Herzzentrum Berlin“. Damit entsteht wohl eines der leistungsstärksten Zentren der Krankenversorgung, Forschung und Lehre Deutschlands. Wir werden etwas mehr von den Protagonisten dieses Wandels darüber erfahren, wann und wie diese ihr Ziel, eine national und international führende Stellung zu konsolidieren und weiter auszubauen, erreichen wollen.

Das Krankenhausstrukturgesetz – KHSG – ist in der Diskussion über seinen Vorgänger mit der Schaffung des Innovationsfonds und dessen Bewirtschaftung in der öffentlichen Bewertung etwas zu kurz gekommen. Gleichwohl: Fixkostendegressionsabschlag, Neustrukturierung der Finanzierung von Sachkosten mit Anpassung des DRG-Systems, Korrektur von Effekten mengensensitiver Leistungen, PsychVVG in Ergänzung oder Konkurrenz zum KHSG – all das ist zur konkreten täglichen Praxis in den Krankenhäusern geworden bzw. wird es spätestens ab 2017. Die Veränderungen sind schon von Experten schwer im Zusammenhang zu überblicken; umso mehr müssen wir uns damit auseinander setzen.

Die ambulante Notfallversorgung von Patienten im Krankenhaus ist ein Dauerbrenner: schon vor einem Jahr war das Gutachten der DGINA Thema in unserem Seminar. Was kann die KV leisten, wann und wie müssen Krankenhäuser Gewehr bei Fuß stehen, wie beeinflussen sich ambulante und stationäre Angebote, wie wird das alles finanziell abgebildet werden, sind Portalpraxen die richtige Lösung?

Mit PsychVVG wird das pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) ersetzt, mit dem die Politik zunächst die Finanzierung von psychiatrischen Krankenhäusern und Fachabteilungen reformieren wollte. Nach anhaltender Kritik hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, ein neues Verfahren einzuführen. Waren bei PEPP landeseinheitliche diagnosebezogene Tagespauschalen vorgesehen, sieht das PsychVVG vor, dass künftig die Krankenhäuser mit den Krankenkassen das jeweilige Budget aushandeln – allerdings auf Basis von PEPP-basierten Krankenhausvergleichen. Personalbesetzungen sind jahresdurchschnittlich nachzuweisen. Zugleich sollen „stationsäquivalente Leistungen“ die Ambulantisierung in der Psychiatrie voranbringen. Angesichts der Zunahme psychischer Erkrankungen sind alle diese Veränderungen ein großes Spannungsfeld. Wie werden Krankenhäuser den Anforderungen unter wachsendem Finanzdruck begegnen?

Wir haben wieder hochqualifizierte Referenten und Moderatoren für all diese Themen gewinnen können und  freuen uns auf gute Fachvorträge, spannende Diskussionen und besonders auf Ihre Teilnahme. Wir wollen Ihnen ein Forum für Austausch und Diskussion bieten.

Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, eine Anmeldung für die einzelnen Termine ist nicht erforderlich.

Mit den besten Grüßen

Prof. Dr. Thomas Kersting MBA - Prof. Dr. Olaf Preuß - Sebastian Irps

Vorstand des Berliner Krankenhaus-Seminars

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe